Raffinierte Lösungen
Was die Konstruktion des Kanals betrifft, ist es besonders beeindruckend, auf welch geniale, aber doch simple Art verschiedene Probleme gelöst worden sind. Nehmen wir z. B die Stemmtore her. Das sind Tore, die immer bei mehreren Stellen des Kanals offenstehen.
Mit ihnen hatte man zwei Absichten. Sollte der Kanal einstürzen, sollen sie automatisch durch die Saugwirkung geschlossen werden. Dadurch wird nur eine kurze Strecke entleert und das Unglück kann minimiert werden.
Die Funktionstüchtigkeit dessen wurde 1847 unter Beweis gestellt, als der Hochdamm in Venneberga nicht mehr hielt. Nur 100 Meter entfernt schloß das Stemmtor. Die zweite Absicht ist, um für Reparaturzwecke kürzere Abschnitte des Kanals leeren zu können.
Beim Bau des Kanals mußten sowohl Bäche als auch größere Flüsse überquert werden. Dieses Wasser wollte man aber nicht im Kanal haben. Es erschwert zum Teil das Regulieren des Wasserstandes. Das Frühjahrshochwasser würde die Schleusen ziemlich schnell anfüllen. Teils würde gemeinsam mit dem Wasser viel Schlamm eindringen, der den Kanal zu wenig tief machen würde.
Darum gibt es ein beeindruckendes System mit Seitengräben (Gräben) und gepflasterten Abwasserkanälen unter dem Kanal, die das Wasser zu anderen Flüssen ableiten. Manche der Abwasserkanäle sind mannshoch.